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Gesundheitspraxis MendenOlaf Preuss, Heilpraktiker

HRV-Messung

Eine gut funktionierende neurovegetative Regulation ist der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden. Ihr Zustand ist an der Veränderung der Herzfrequenz erkennbar, der sog. Herzratenvariabilität (HRV).

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Herzratenvariabilität (HRV) zeigt den Zustand der neurovegetativen Regulation
  • Im Mittelpunkt steht der Parasympathikus, unsere „innere Bremse“
  • Stress, Bewegungsmangel, Lebensstil und Krankheiten können ihn schwächen
  • Der „Bremstest“ (RSA-Messung) von BioSign prüft die Funktion des Parasympathikus
EKG-Kurve mit markierten Abständen zwischen den Herzschlägen: ein größerer Abstand von 1,0 Sekunden und ein geringerer Abstand von 0,7 Sekunden
EKG-Kurve eines gesunden Menschen mit unterschiedlichen Abständen zwischen den einzelnen Herzschlägen. (biosign.de)

Der Parasympathikus – unsere „innere Bremse“

Der Parasympathikus mit seinem Hauptnerv, dem Nervus vagus, kann die Vorgänge im Körperinneren optimal regeln. Ist er leistungsfähig, sind Atmung und Herzfrequenz eng gekoppelt – in der Medizin heißt das respiratorische Sinusarrhythmie (RSA).

Fehlt die Kopplung von Atmung und Herzschlag, ist das ein deutlicher Hinweis auf eine nicht ausreichende parasympathische Aktivität.

Atmung und Herzfrequenz im Vergleich

Herzfrequenzkurve über eine Minute, die bei jedem Einatmen deutlich ansteigt und bei jedem Ausatmen wieder abfällt
Optimale parasympathische Regulation der Herzfrequenz eines gesunden, sportlichen Menschen. Deutlich zu erkennen ist das Ansteigen der Herzfrequenz beim Einatmen und ihr Abfall beim Ausatmen als Ausdruck eines gesunden und leistungsfähigen Parasympathikus. (biosign.de)
Herzfrequenzkurve über eine Minute, die trotz Ein- und Ausatmen nahezu gleichförmig bei etwa 80 Schlägen pro Minute verläuft
Herzfrequenzkurve eines Menschen mit hohem chronischen Stress. Trotz tiefen Atmens fehlt die respiratorische Sinusarrhythmie (RSA), der Parasympathikus ist geschwächt und hat keinen Einfluss mehr auf das Herz. (biosign.de)

Was schwächt den Parasympathikus?

Der Parasympathikus ist empfindlich gegen schädigende Einflüsse. Chronischer Stress, Bewegungsmangel, ein ungünstiger Lebensstil und verschiedene Krankheiten führen zur „parasympathischen Dysfunktion“. Hält sie länger an, leidet die Gesundheit.

Es gibt mittlerweile begründete Hinweise, dass eine Schwäche des Parasympathikus in kausaler Verbindung steht mit dem Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Alzheimer.

Liniendiagramm: Mit zunehmenden Risikofaktoren steigt das Krankheitsrisiko bei niedriger HRV stark, bei hoher HRV nur leicht an
Schützender Effekt eines funktionierenden Parasympathikus, sichtbar anhand einer hohen HRV, auf die gesundheitsschädliche Wirkung von Risikofaktoren. (biosign.de)

Wie wird gemessen?

Die RSA-Messung (Bestimmung der respiratorischen Sinusarrhythmie) war ursprünglich eine komplexe Untersuchung in hochspezialisierten autonomen Funktionslabors. BioSign hat daraus einen einfach anzuwendenden „Bremstest“ zur Parasympathikus-Funktionsprüfung entwickelt.

Quelle Text und Grafik: biosign.de

Für Interessierte

Weitere Messverfahren von BioSign

BioSign ist Pionier auf dem Gebiet der autonomen Funktionsdiagnostik und hat als erstes die RSA-Messung zu einem „Bremstest“ für alle entwickelt, die sich für die Parasympathikus-Funktionsprüfung interessieren.

Weitere HRV-Messungen von BioSign wie Kurzzeit-HRV, Liegen/Stehen, 24-Std.-HRV und Point-of-care-HRV (Patientenselbstmessung zu Hause) ermöglichen einen noch genaueren Blick auf die vegetative Regulation. Mittels HRV-Biofeedback bietet BioSign eine Trainingsmöglichkeit zur Verbesserung der neurovegetativen Regulation.

Aus der Forschung

„You may need the vagus nerve to understand pathophysiology and to treat diseases“

Quelle: Marijke De Couck, Boris Mravec und Yori Gidron, Clinical Science (2012) 122, 323–328

Im Video

Ist Stress messbar? (arztwissen.tv / Herz & Kreislauf)

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